Familie Dornier

Die Geschichte der Familie Dornier

Der Familienname Dornier kann bis ins 13. Jahrhundert nach Franche-Compt zurückverfolgt werden. Die Familie lebte damals in Franche-Compt, eine Region im Osten Frankreichs, in der Nähe der Schweizer Grenze.

View Larger Map

Von Savoie nach Deutschland

Claude Honore Dornier, born in 1819,

Claude Honore Dornier (links),*1819, war Förster und wohnte unter anderem in Arcon, in der Region Rhône-Alpes und in Corracon in Frankreich.

Sein Sohn Dauphin Dornier (rechts), geboren im Jahr 1845, ging als junger Mann nach Bayern und arbeitete in Kempten als Französischlehrer. Dauphin reiste als einer der Ersten der Donierfamilie nach Deutschland. Ein paar Jahre später musste er jedoch nach Frankreich zurück, um im französisch-preußischen Krieg zu kämpfen. Nach dem Krieg kehrte Dauphin nach Deutschland zurück, wo er seine große Liebe Maximiliane Buck heiratete. Dauphin und Maximiliane waren stolze Unternehmer in der Papierindustrie - sie führten eine erfolgreiche Papierfabrik. Leider zerstörte ein gewaltiges Feuer ihr Glück. Daraufhin erkrankte Maximiliane und starb an den Folgen einer schweren Grippe. Sie hinterlies Dauphin drei wundervolle Töchter. Drei Jahre nach Maximilianes Tod heiratete er ihre jüngere Schwester Mathilde. Claude Dornier - Pionier der Luftfahrt - war der älteste der vier Kinder dieser Ehe.

 

 

Claude Dornier - Pioneer der Luftfahrt

Claude (Claudius) Honoré Desiré Dornier (* 14. Mai 1884 in Kempten; † 5. Dezember 1969 in Zug, Schweiz) war deutscher Flugzeugkonstrukteur und Gründer der europaweit bekannten Dornier GmbH. Seine Vermächtnisse sind die nach ihm benannten Flugzeuge, darunter die Dornier Do 18 und das 12-Motoren-Flugboot Dornier Do X, welches damals eines der Größten war.

Er war Sohn eines Importeurs von französischen Weinen und einer deutschen Mutter. Geboren und aufgewachsen ist Claude Dornier in Bayern. Dort besuchte er die Schule, wo damals bereits Technik und Wissenschaft zu seinen Hauptinteressen zählte. Er studierte in München Maschinenbau und absolvierte 1907 seinen Abschluss an der Technischen Universität.

Nach seinem Studium arbeitet Dornier als junger Ingenieur bei Nagel Maschinenbau Karlsruhe. 1907 wechselte er zum Luftschiffbau Zeppelin in Friedrichshafen am Bodensee. Hier konnte er seine Fähigkeiten erfolgreich weiterentwickeln und erlangte sehr schnell die Aufmerksamkeit von Ferdinand Graf von Zeppelin. Daraufhin wurde Dornier zum persönlichen Berater des Grafen ernannt und konnte dadurch mit der Grundlagenforschung von Leichtmetall beginnen. Später setzte er sich ebenfalls mit dem Flugzeugbau und gigantisch großen Metallflugbooten auseinander. Dornier ist bis heute in Europa für seine einzigartigen Triebwerk-Installationen bekannt.

Mittelholzer’s berühmter Afrikaflug von 1926/27

Am 7. Dezember 1926 startete der Schweizer Flugpionier Walter Mittellholzer seinen Flug von der Schweiz über Afrika nach Kapstadt. Die Dornier-Werke Friedrichshafen und die  Bayerische Motoren Werke in München waren die Hauptsponsoren dieser Expedition. Auf die Unterstützung der Kolonialmacht konnte Mittelholzer leider nicht zählen, da vor Mittelholzer der englische Pilot Alan Cobhan in 94 Tagen von London über Kairo nach Kapstadt flog. Cobhan sollte die Eignung der Flugplätze für den künftigen Flugverkehr erkunden. Mittelholzer wollte jedoch beweisen, dass es auch ohne zahlreiche Landeplätze möglich sei, Kapstadt zu erreichen. Daher wählte er unter anderem eine Route aus, welche entlang vieler Flüsse und Seen führte. Die Dornier Merkur “Switzerland” wurde für diese Expedition mit Schwimmern, anstatt einem Fahrwerk, und einem Zusatztank, welcher die Reichweite von 800 Kilometer mehr als verdoppelte, ausgestattet. Walter Mittelholzer war mit dem neusten und besten Kamera- und Filmequipment unterwegs. Selbst eine vollausgestattete Dunkelkammer war mit an Bord. So konnte er kartographische Aufnahmen vornehmen und die bis dahin unerforschten Gebiete detailliert dokumentieren.

Nach 14.850 Kilometer und 77 Tagen landete Walter Mittelholz mit der Dornier Merkur “Switzerland” und seinem Team, Hans Hartmann, René Couzy sowie  Arnold Heimgesund am 21. Februar 1927 in Kapstadt.

Die Original-Propeller der Dornier Merkur “Schwitzerland” können Sie heute im Flughafen Kapstadts betrachten.

Christoph Dornier - Künstler & Gründer von Dornier Wines

Hineingeboren in eine Familie vieler Ingenieure war Christoph von klein auf anders. Er interessierte sich weder für Flugzeugkonstruktionen noch für die Wissenschaft. Er verliebte sich in die Kunst und Malerei. Christoph Dornier suchte schon immer seinen eigenen und individuellen Weg - diesen fand er durch die Kunst. Er machte sein Hobby zum Beruf und wurde ein renomierter Künstler.

Christoph Dornier war oft seiner Zeit voraus. Er gründete in den achtziger Jahren eine Stiftung für Klinische Psychologie in Deutschland,  zur Förderung der Klinischen - heilbehandelnden - Psychologie. Außerdem war er Gründungspartner des De Zalze Golf Estate in Stellenbosch.

In den neunziger Jahren zog es Christoph Dornier nach Stellenbosch, hier begann er mit “Dornier Wines”. In dieser Zeit des politischen Umbruchs erkannte er die große Chance und das Potential Südafrikas. Nur das war nicht der einzige Grund, weshalb er mit Dornier Wines begann. Er liebte den mythischen Charakter an Wein, die Symbolik und die Schönheit. Die Arbeit von Christoph Dornier wird heute von seinen drei Kindern fortgeführt.

Christoph Dornier hatte nicht nur eine Leidenschaft für die Kunst, sondern auch für  besondere Architektur. Dies spiegelt sich in seinem Vermächtnis - dem Dornier Wine Cellar - wieder.